Warum Magnesium - Physiologie

Magnesium ist als Mineralstoff für Menschen, Tiere und Pflanzen unentbehrlich. Der menschliche und tierische Organismus können Magnesium, wie alle Mineralstoffe, nicht selber produzieren. Magnesium muss daher dem Körper täglich in ausreichender Menge zugeführt werden. In allen Nahrungsmitteln und auch im Trinkwasser ist Magnesium in unterschiedlichen Mengen enthalten.

Der Körper eines Erwachsenen enthält ca. 20 – 25 g Magnesium. Etwa 65 % sind im Skelett gebunden und stehen für einen kurzfristigen Ausgleich der Magnesiumbilanz kaum zur Verfügung. Ca. 34 % befinden sich intrazellulär in den Geweben, 1 % im extrazellulären Raum. Der normale Serumspiegel beträgt 0,8 – 1,5 mmol/l. 60 – 70 % vom eingenommenen Magnesium wird wieder ungenutzt über den Stuhl ausgeschieden.

Magnesium ist am Aufbau und an der Erhaltung des Skelettsystems und der Zähne entscheidend beteiligt und stabilisiert das innere Zellskelett der Zellen. Weiter steuert es Muskel- und Nervenfunktionen und die Muskelkontraktion. Es sind bislang mehr als 300 Enzyme bekannt, die für ihre Aktivität Magnesium benötigen. Magnesium spielt also eine wichtige Schlüsselrolle für viele verschiedene Stoffwechselvorgänge.

Magnesium trägt auch dazu bei, dass die Energiegewinnung aus den körpereigenen Speichern reibungslos funktioniert. Vor allem im Energiestoffwechsel wird das positiv geladene Magnesiumion (Mg2+) zur Stabilisierung der negativ geladenen Phosphationen (PO43-) im Molekül ATP (Adenosintriphosphat) benötigt. ATP zusammen mit ADP (Adenosindiphosphat) und Kreatin (Kreatinphosphat) sind Schlüsselsubstanzen der biologischen Energieübertragung.