Muskelkrämpfe und Muskelverletzungen

Bei Sportlern, die in der Anfangszeit Kreatin einnahmen und einen Muskelkrampf oder eine Verletzung hatten, behauptete man voreilig, dass diese auf Grund der Kreatin-Einnahme passiert seien. Man hat dann realisiert, dass ein Kraftzuwachs von bis zu 10-max 20%, ohne entsprechendes Training und Anpassung der Bänder und Sehnen an diese neue Situation, durchaus zu Problemen, wie z.B. die legendären Sehnenrisse von Fussballern, führen kann. Der Sachverhalt wurde in dieser Zeit aber nie wissenschaftlich untersucht. Tatsache ist, dass eine Kreatin-Einnahme in der heute empfohlenen Dosierung in Kombination mit einem entsprechenden Aufbautraining von Muskel und Bändern die Häufigkeit von Sportverletzungen in der Tat sogar verringert.

Was kritische Beobachter dieser Annahme immer in Frage stellten, wird durch systematische Beobachtungen widerlegt. Ja sogar, dass Muskelkrämpfe und Verletzungen bei Fussballern, die Kreatin einnahmen, weniger häufig aufgetreten waren. Die Behauptung, dass durch Kreatin Konsum Athleten infolge Dehydration gestorben seien, hatte nicht mit Kreatin selber zu tun, sondern, dass diese Athleten in Schwitzanzügen durch Abgabe von Schweiss vor einem Ringerwettkampf mehrere Kilogramm Gewicht verlieren wollten, um in eine niedrigere Gewichtsklasse zu kommen. Zufällig nahmen dies Ringer in der Tat auch Kreatin.

Publikationen: Michael Greenwood, R.B. Kreider, Lori Greenwood, Allyn Byars
Cramping and Injury Incidence in Collegiate Football Players Are Reduced by Creatine Supplementation.
Journal of Athletic Training, 2003; 38 (3): 216-219.
Dalbo VJ, Roberts M, Kerksick C, Stout J.
Putting the Myth of Creatine Supplementation Leading to Muscle Cramps and Dehydration to Rest.
Br J Sports Med. 2008 Jan 9 [Epub ahead of print].