Gewichtszunahme

Es wurde von extremen Gewichtszunahmen von mehreren kg berichtet, die natürlich für viele Sportarten, unerwünscht wären. Auch die Pflichtinformation des Gesetzgebers verunsichert: „Es ist darauf hinzuweisen, dass eine Gewichtszunahme eintreten kann.“ (Anhang 12 zu Art. 20 Abs. 7 und 13 der LMV)

Mit der Einnahme von Kreatin sollte man genügend Flüssigkeit zuführen (Faustregel 1 g Kreatin / 100 ml Wasser). Es ist tatsächlich möglich, dass Personen an Gewicht zulegen können, das nur in seltenen Fällen als störend bemerkt wird. Was sich zu Beginn einer Kreatin-Einnahme, besonders oder fast ausschliesslich während der Ladephase mit 20 Gramm / Tag bemerkbar macht, ist eine anfängliche Einlagerung von Wasser in die Skelettmuskulatur. Diese ist dadurch zu erklären, dass der Kreatin-Transporter, ein Membranprotein, welches spezifisch das Kreatin in die Zellen transportiert, ein sog. Kreatin-Natrium-Chlorid C-Transporter ist, der mit jedem Molekül Kreatin gleichzeitig Natrium und Chlorid (also Salz) in die Zellen reinbringt. Da NaCl eine osmotisch wirksame Substanz ist, ziehen sie Wasser in die Zellen nach, und es kann dadurch ein erhöhter Muskel-Grundtonus (Muskelspannung) entstehen. Die gängige Meinung ist heute, dass als erstes eine variable Gewichtszunahme (meisten 1 bis 2 kg) während der Ladephase von Kreatin durch Einlagerung von Wasser zustande kommt. Die Zellen regulieren dann nachfolgend den Salzhaushalt und transportieren das Natrium wieder aus der Zelle, der Wassergehalt wird ebenfalls angepasst. Längerfristig wird dann durch weitere Einnahme von Kreatin eine Stimulierung der Synthese von Muskelproteinen (Anabolismus) bewirkt, die zu vergrösserter Muskelmasse, erhöhtem Muskelfaser-Durchmesser und somit dauerhaft erhöhter Muskelkraft führt. Die anfängliche Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung während der Ladephase mit Kreatin führt also längerfristig zu einer Zunahme von Gewicht, das auf eine Erhöhung der effektiven Muskelmasse zurückzuführen ist.
Der Gehalt an „lean-body mass“, also Muskel-Magermasse des Köpers wird erhöht und somit das Verhältnis von Muskelmasse gegenüber der Fettmasse zu Gunsten der Muskelmasse erhöht.

Publikationen: Deldicque L, Louis M, Theisen D, Nielens H, Dehoux M, Thissen JP, Rennie MJ, Francaux M.
Increased IGF mRNA in human skeletal muscle after creatine supplementation.
Med Sci Sports Exerc. 2005 May;37(5):731-6.
Deldicque L, Theisen D, Bertrand L, Hespel P, Hue L, Francaux M.
Creatine enhances differentiation of myogenic C2C12 cells by activating both p38 and Akt/PKB pathways.
Am J Physiol Cell Physiol. 2007 Oct;293(4):C1263-71. Epub 2007 Jul 25
Deldicque L, Atherton P, Patel R, Theisen D, Nielens H, Rennie MJ, Francaux M.
Effects of resistance exercise with and without creatine supplementation on gene expression and cell signaling in human skeletal muscle.
J Appl Physiol. 2008 Feb;104(2):371-8. Epub 2007 Nov 29
Kerksick CM, Rasmussen C, Lancaster S, Starks M, Smith P, Melton C, Greenwood M, Almada A, Kreider R.
Impact of differing protein sources and a creatine containing nutritional formula after 12 weeks of resistance training.
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Volek JS, Ratamess NA, Rubin MR, Gómez AL, French DN, McGuigan MM, Scheett TP, Sharman MJ, Häkkinen K, Kraemer
The effects of creatine supplementation on muscular performance and body composition responses to short-term resistance training overreaching.
Eur J Appl Physiol. 2004 May;91(5-6):628-37. Epub 2003 Dec 18
Volek JS, Duncan ND, Mazzetti SA, Staron RS, Putukian M, Gómez AL, Pearson DR, Fink WJ, Kraemer WJ.
Performance and muscle fiber adaptations to creatine supplementation and heavy resistance training.
Med Sci Sports Exerc. 1999 Aug;31(8):1147-56.