Zur Bewertung der Langzeitanwendung und klinischen Unbedenklichkeit von oral eingenommenem Kreatin-Monohydrat (Creapure®) sind in den vergangenen Jahren unzählige Veröffentlichungen und Fachartikel erschienen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Feststellung, ob eine Supplementierung mit Kreatin (durchschnittlich 5 g/Tag) einen Einfluss auf die Häufigkeit von Verletzungen der Skelettmuskulatur, wärmebedingte Störungen (z.B. Dehydrierung oder Muskelkrämpfe) und die Nierenbelastung hat.
Die Auswertungen der klinischen Studien zur Langzeitanwendung von Kreatin (Creapure®) ergaben ein immer wiederkehrendes Bild: Im Vergleich zu Sportlern, die kein Kreatin nahmen, stellte sich bei Sportlern, die Kreatin einnahmen, keine erhöhte Häufigkeit von Verletzungen, wärmebedingten Problemen (Dehydrierung), Krampfanfälligkeit, Verletzungen der Skelettmuskulatur oder gastrointestinale Störungen. Darüber hinaus traten bei Sportlern, die Kreatin über einen längeren Zeitraum einnahmen, keine nennenswert erhöhten Werte bei Muskel- oder Leberenzymen, Elektrolyte, rote und weisse Blutkörperchen und im Lipidprofil etc. auf. Die Nierenfunktionstests (Clearance) zeigten keine erhöhte Belastung.
EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)
Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums über
Kreatinmonohydrat
zur Verwendung in diätetischen
Lebensmitteln für eine besondere
Ernährung
Die Sicherheit und Bioverfügbarkeit der beantragten Kreatinquelle, Kreatinmonohydrat (CM) in Lebensmitteln, die für eine besondere Ernährung bestimmt sind, sind unbedenklich, sofern eine adäquate Kontrolle der Reinheit dieser Kreatinquelle im Hinblick auf Dicyandiamid- und Dihydro-1,3,5-triazin-Derivate erfolgt. Das Gremium befürwortet das frühere Gutachten des SCF, demzufolge hohe Aufsättigungsdosen von Kreatin vermieden werden sollten. Sofern hochreines Kreatinmonohydrat in diätetischen Lebensmitteln für eine besondere Ernährung, verwendet wird, ist das Gremium der Auffassung, dass die Aufnahme von Kreatin in Dosen von bis zu 3 g/Tag, die etwa der täglichen Umsatzrate von Kreatin entsprechen, unwahrscheinlich irgendein Risiko darstellt.
Veröffentlicht: 26 April 2004 / Letzte Aktualisierung: 26 April 2004
